BehandlunG GraueR Star und Grüner Star

Der graue Star (Cataract) und der grüne Star (Glaukom) werden aufgrund Ihres Namens oft verwechselt. Sie haben jedoch medizinisch gesehen nichts gemeinsam. Während der Graue Star eine Trübung der Augenlinse ist, die zu einer erheblichen Sehverschlechterung führen kann, ist der Grüne Star ein progressiver Untergang der sensorischen Nervenfasern im Auge, was unbehandelt zur Erblindung führen kann. Beide können gut therapiert werden, wenn sie rechtzeitig erkannt werden.

Cataract oder Grauer Star – Diagnose und Therapie bei Dr. Daxer in Ybbs an der Donau

Als Cataract oder Grauen Star bezeichnet man eine Trübung der natürlichen Augenlinse. Dadurch kommt es zu einer Sehverschlechterung, die nicht durch eine Sehhilfe korrigierbar ist. Die derzeit einzige effektive Therapie ist die Staroperation. Diese bringt normalerweise sehr guten Erfolg und hat eine sehr kurze Rehabilitationszeit.

Bei der Staroperation wird mittels modernster Kleinstschnittechnik das Auge am Rande der Hornhaut eröffnet und

die eingetrübte Augenlinse mittels sogenannter Phakoemulsifikation (kleine Ultraschallsonde mit Saug-Spül-Einrichtung) entfernt.

In den verbleibenden Kapselsack wird dann durch die kleine Öffnung eine faltbare Kunstlinse mit UV-Filter und je nach Fall auch mit modernem Blaufilter eingesetzt.

Die Kunstlinse ist wieder transparent und verbleibt permanent im Auge.

Glaukom oder Grüner Star – Vorsorge und Therapie bei Augenarzt Dr. Daxer

Als Glaukom bezeichnet man einen progressiven Untergang der sensorischen Nervenfasern im Auge. Der wesentlichste Risikofaktor dabei ist ein relativ erhöhter Augeninnendruck. Zur Diagnose und Verlaufskontrolle des Glaukoms ist die biomikroskopische Untersuchung des Sehnervenkopfes (Papille), eine Gesichtsfelduntersuchung und die Augendruckmessung unbedingt notwendig. Therapie der 1. Wahl ist die regelmäßige Tropftherapie mit augendrucksenkenden Augentropfen. Sollte diese Therapie versagen, was nur selten vorkommt, so kann mittels eines geeigneten Lasers oft eine geeignete Augendrucksenkung erzielt werden. Scheitert auch die Lasertherapie, so ist meist eine sogenannte filtrierende Operation angezeigt. In Spezialfällen kann auch eine Kryotherapie zur Anwendung kommen. Während die Therapie mit Augentropfen eine über 95%ige Erfolgsquote aufweist, ist diese bei der Laserbehandlung ca. 70% und bei der filtrierenden Operation unter 50%. Die rechtzeitige Erkennung des Glaukoms durch eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung kann daher entscheidend sein!

Was ist der Augendruck?

Das Auge ist praktisch eine Hohlkugel, in die es eine Flüssigkeitszufuhr und aus der es einen Flüssigkeitsabfluss gibt. Normalerweise herrscht ein Fließgleichgewicht, das einen bestimmten ("normalen") Augeninnendruck gewährleistet. Der Zufluss erfolgt über den Ziliarkörper und der Abfluss hauptsächlich im Kammerwinkel. Besteht aus irgendwelchen Gründen eine Missverhältnis zwischen Zufluss und Abfluss, so kann es zur Druckerhöhung oder zur Druckabnahme im Auge kommen. Der Augendruck wird in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule = Torr) als Druckeinheit angegeben. "Normale" Augendruckwerte sind unter 20 bis 23 mmHg. Das ist aber eine grobe statistische Richtgröße (deshalb das "normal" unter Anführungsstrichen). Der Augendruck alleine ist im Einzelfall nicht krankheitsbestimmend sondern stellt nur einen Risikofaktor für einen Grünen Star dar. Kommt es infolge relativ zu hohen Augendruckes zum Untergang von Sehnervenfasern, so spricht man vom Grünen Star, dem Glaukom.

Wie wird der Augendruck gemessen?

Der Augendruck wird gemessen, indem die Hornhaut zentral über eine Fläche von 3.05 mm2 abgeplattet (applaniert) wird. Der Druck der dazu aufgewendet werden muss entspricht dem Augeninnendruck. Dies stimmt jedoch nur, wenn die Hornhaut eine Hornhautdicke von 550 Mikrometer (0.55 mm) aufweist. Wenn die Hornhaut dicker ist, geht ein größerer Teil des aufgeprägten Druckes während der Messung in die Verformung der Hornhaut. Der Augeninnendruck wird dadurch überbestimmt. Man muss in diesem Fall vom gemessenen Wert einen bestimmten Betrag abziehen, der sich aus der tatsächlichen Hornhautdicke ergibt. Genau umgekehrt verhält es sich, wenn die Hornhaut deutlich dünner als 550 Mikrometer ist. Dann wird zum gemessenen Augendruck-Wert ein bestimmter Betrag dazugezählt werden, um den wirklichen Augeninnendruck zu erhalten. Bei der überwiegenden Zahl der Menschen weicht die Hornhautdicke nicht oder nur unwesentlich von 550 Mikrometer ab, sodass der erhobene Messwert richtig ist.