Diabetische Retinopathie (Zuckerkrankheit)

Nach Nierenversagen ist die Erblindung die zweithäufigste schwere Komplikation bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Eine frühzeitige Laserbehandlung der Netzhaut kann in vielen Fällen eine Erblindung verhindern. Die meisten Kassen übernehmen die Kosten für diese Behandlung. Man unterscheidet grundsätzlich 2 Arten von diabetischer Retinopathie.

Diabetisches Maculaödem

Dabei kommt es zu Aufschwemmungen in Bereich der zentralen Netzhaut, meist mit Bildung sog. harter exsudate (s. großer Pfeil), was zur Abnahme bzw. zum Verlust der Sehschärfe führen kann.

Proliferative Diabetische Retinopathie

Dabei kommt es zur Bildung von neuen, aber krankhafter Gefäßen (s. großer Pfeil). In jedem Fall ist ab einer gewissen Ausdehnung dieser Gefäßnetze und bei Blutungen von einem Hochrisikogeschehen für eine Erblindung zu sprechen.

Behandlung

Die Behandlung der Wahl ist die Laserbehandlung mit Laserstrahlen im grünen bis blau-grünen Wellenlängenbereich. Während beim diabetischen Maculaödem Laserherde im Bereich der Macula bzw. um die Macula von ca. 50 µm Durchmesser fokal oder als Raster (grid) appliziert werden, erfolgt bei der proliferativen Retinopathie eine sog. paretinale Laserbehandlung. Dabei werden in der Peripherie bzw. mittleren Paripherie der Netzhaut bis zu 1000 Laserherde mit jeweils bis zu 500 µm Durchmesser in mehreren Sitzungen appliziert. Die Behandlung ist weitgehend schmerzfrei und erfolgt in lokaler Tropf-Betäubung.

Diese Behandlungen führe ich in meiner Ordination in Ybbs durch. Die Kosten werden von den Krankenkassen getragen.